du wirst immer werden

von den vielen malen an denen ich geschrieben habe 
steht das ungeschriebene zwischen uns
nicht spezifisch du 
aber trotzdem du als ganzes
mein Herz kennt dich schon lange 
genauso gut wie du
ich bin zu familiär für die vielen kleinen Geschichten
in meinem Garten darf alles wachsen und bleiben 
bis der eigene Tod uns ruft
aber das soll nicht an uns liegen
wenn die Blume stirbt dann weil sie muss
weil die Kraft die an sie glaubt erstickt ist erloschen 
verblasst ist aller Zauber 
zu Asche zu Staub 
so leer muss es sein 
die Augen sind zu und schlafen
so tief als könnten sie nicht erweckt werden
aber du wirst immer werden
wie ein Baby tief und wohl behütet 
in der Selbstverständlichkeit des Seins
aller Glaube und alles wissen ist im Grunde ein Geständnis 
ich will glauben 
müssen tuhe ich nicht
eine gewisse Langeweile kann dienlich sein nützlich
lass mich gehen 
Gelassenheit 
lass mich ruhen 
lass mich fernab existieren 
in kein Meer will ich heute tauchen 
lass mich stehen
lass mich ein ruhender See sein in einer klaren Nacht
ein stehender Wind
mach mich zu nichts 
ich komme dann von selbst 
zurück in deine Meere und deine Farben

aber heute lass mich gehen
lass mich sterben

du hast gedacht das ich einen Tropfen meines Blutes in deinen Wein getropft habe...als du auf der Toilette warst/ und das ich dich somit an mich gebunden habe/ aber du liegst falsch...wir waren nie verbunden



/


lass mich auf meinen Fellen ruhen
erschrecke dich nicht vor dem Anblick meiner Blutlache
die strähnigen Spitzen werden bis zum Morgengrauen getrocknet sein
dann sind sie wie der Rost einer längst vergangenen Zeit
alles vergeht
meine Knochen wiegen nichts
meine Glieder sind nur in deinen Stätten beherbergt
deine Goldenen Kuppeln walten hier
sie gelten
ich habe dir versprochen aus deinen Büchern zu lesen
aus deiner Ferne nähe zu machen
deine Säulen strahlen Güte aus
meine Mutter ist eine von deinen Engeln
ihr Lachen ist ein Strahl von deinen Sonnen
ihre Liebe lebt in mir
sie blüht

wie kann es sein das ich ewig bei dir lebe

ich setze mich breitbeinig auf deinen Schoß
dann überdauern wir den Zusammenstoß einer Ewigkeit
die Wiedereinkunft
Worte reichen nicht mehr aus
das haben sie nie aber der Anschein war deutlicher
jetzt sind sie nur noch wie Wolken am Himmel
sie drehen sie wie ein Zirkel um sich selbst
bis die Strahlen bersten und sich in alle Richtungen zerstreuen
meine Königin kommt aus der Mitte geschlendert wie eine Löwin
sie setzt sich
alle Farben freuen sich und tanzen
sie singen und klatschen
die Sonne ist hier
das Leben
die Göttin der Liebe

leckt dich

überall

mit den Händen sprechen

///

wenn du meine Hände siehst sei dir gewiss, das sie dich küssen werden
wenn du sie lässt
das sie dich sehen wollen
wenn du meine Hände siehst..
verstehe das sie dich lieben werden
und lass sie lieben
lass sie bitte lieben
und störe sie nicht

/
die Liebe in meiner Seele regnet ihre Tropfen auf alles und jeden
manchmal auch Trübsal
vor´m lieben fürchte ich mich nicht
/

ich habe so lange von Liebe in meiner Vorstellung gelebt, das ich jetzt ausgeleert bin an Vorstellungen
manchmal heimlich, kann ich sehen, wie ich wieder Bilder male im Geiste
von den Welten die ich brauche, Momente die ich vermisse
du hast mal gesagt man soll still  sein im Geiste
ich bin jetzt still
aber diese Stille kommt von Trauer
eine gute elegante Trauer
sie macht aus mir eine Frau
aus mir kleinem Mädchen
/

ich bin angehalten auf vielen Weisen
ich tropfe mit endlosen pausen
Tropfen für Tropfen

/
du hast recht
man soll nicht so viel darüber nachdenken was man schreibt
man soll es endlich sagen
/

ich laufe barfuß über einen frisch gesaugten flauschigen beige-farbenen Teppich
ich wüsste das dies ein guter Ort wäre zum pinkeln
so denkt eine meiner Hündinnen
sie ist ein schneeweißer Pudel
ich bin jetzt auch wie sie
das liegt daran das wir zusammen leben
ich verstehe sie so gut das ich jetzt sie bin

/
wer einem Engel die Flügel bricht
hat eine schwere Last zu tragen

/
nach all den Stürmen und Verwüstungen im Inneren
ist es doch die Liebe
ich bin es leid das man den Menschen von der Ferne begegnen muss
komm einfach her
lieben wir uns

/
sag mir einmal alles
das genügt dann schon

/
in mir lebt eine so tiefe Traurigkeit
das mir nichts anderes übrig bleibt
als mit aller Kraft zu lieben

/
den Blick den ein Tier einem schenken kann

/
die inneren Wüsten
ich weiß noch
ich war dein Gedicht
aber du bist gestorben
jetzt bist du tot
und ich sage das extra
du bist tot
du bist gestorben

/
ich bin so oft damit beschäftigt zu schweigen

/
wenn es einen Mann geben würden
einen Mann
so wie in meinen Träumen
das wäre schön

/
du hast immer gesagt
wenn du stirbst willst du sofort wieder geboren werden
um mein Mann zu werden
jetzt bist du gestorben

/
das anstrengendste was es gibt für mich
ist die kühle unter den Menschen
an den Orten an denen ich lebe
nur deshalb ist mein Ofen extra warm
ich wärme mich selbst an ihm

/
der Körper

/












FEUERBLUME










wenn du ganz kurz still bist
merkst du es dann
sei da
sei einfach frei


ERDE


fragst du dich nie

Ich würde sagen das die Welt ein flüchtiger Ort ist.
Aber lass mich inne Halten.
Wenn es wirklich wahr ist, das wir selbst entscheiden wie die Welt uns begegnet, dann müsste ich etwas anderes sagen.
Du hattest mich, hast mich dann aber gehen lassen.
Weil all das Teil des Lebens ist. Ich würde nicht sagen das ich es Leid bin, nur anders.
Die Schwere und der Geschmack von Rüben. Die schweren Knochen, sie schmecken nach Erde.
Der Geruch von Sommerregen an einem heißen Abend. Der kühlende Abschluss.
Ich habe es schon immer gewusst.
Die unendlich tiefe Müdigkeit ist in Wahrheit ein abgerissener Schluss. Ich fühle mich wohl so.
Ich habe Trauer immer als etwas wohltuendes empfunden. Sie ist wie der gefallene Vorhang der eine große Weite Welt offenbart. Alles ist schon immer so gewesen. Ich habe es nie anders kennengelernt.
Ich schenke diesen Dingen glauben.

So lebe ich.


Das Leben an sich

Du sagst immer ich soll mir die Dinge nicht so zu Herzen nehmen.
Aber ich sehe das anders.
Es gibt keinen anderen Sinn mit dem ich das Leben besser erfassen könnte, als mit meiner eigenen Brust.
Ich bin eine sehr verletzliche Gestalt. Sehr mild.
So mild das du denkst das ich kaum atmen würde.
Ich ersehne dich nicht mehr. Meine Liebe zu dir wird ewig währen.
Aber aus der Ferne. Aus der Ferne werde ich ich dir alles gute Wünschen, all meine Güte.
Du wirst meine Hand ersehnen. Nicht jetzt sofort.
Aber irgendwann.
Das weiß ich.
In einem ruhigen Moment, wenn das Leben zu dir flüstert. Und du es auch mal hören kannst.
Ich verstehe deine Welt...du verstehst meine Welt nicht.
So wie viele andere Menschen.
Ich weiß mittlerweile um meine Eigenheit.
Ich werde nicht an jeder Ecke zu finden sein.

Irgendwann wirst du das erkennen.