ERDE


fragst du dich nie

Ich würde sagen das die Welt ein flüchtiger Ort ist.
Aber lass mich inne Halten.
Wenn es wirklich wahr ist, das wir selbst entscheiden wie die Welt uns begegnet, dann müsste ich etwas anderes sagen.
Du hattest mich, hast mich dann aber gehen lassen.
Weil all das Teil des Lebens ist. Ich würde nicht sagen das ich es Leid bin, nur anders.
Die Schwere und der Geschmack von Rüben. Die schweren Knochen, sie schmecken nach Erde.
Der Geruch von Sommerregen an einem heißen Abend. Der kühlende Abschluss.
Ich habe es schon immer gewusst.
Die unendlich tiefe Müdigkeit ist in Wahrheit ein abgerissener Schluss. Ich fühle mich wohl so.
Ich habe Trauer immer als etwas wohltuendes empfunden. Sie ist wie der gefallene Vorhang der eine große Weite Welt offenbart. Alles ist schon immer so gewesen. Ich habe es nie anders kennengelernt.
Ich schenke diesen Dingen glauben.

So lebe ich.


Das Leben an sich

Du sagst immer ich soll mir die Dinge nicht so zu Herzen nehmen.
Aber ich sehe das anders.
Es gibt keinen anderen Sinn mit dem ich das Leben besser erfassen könnte, als mit meiner eigenen Brust.
Ich bin eine sehr verletzliche Gestalt. Sehr mild.
So mild das du denkst das ich kaum atmen würde.
Ich ersehne dich nicht mehr. Meine Liebe zu dir wird ewig währen.
Aber aus der Ferne. Aus der Ferne werde ich ich dir alles gute Wünschen, all meine Güte.
Du wirst meine Hand ersehnen. Nicht jetzt sofort.
Aber irgendwann.
Das weiß ich.
In einem ruhigen Moment, wenn das Leben zu dir flüstert. Und du es auch mal hören kannst.
Ich verstehe deine Welt...du verstehst meine Welt nicht.
So wie viele andere Menschen.
Ich weiß mittlerweile um meine Eigenheit.
Ich werde nicht an jeder Ecke zu finden sein.

Irgendwann wirst du das erkennen.




BAUCH AN BAUCH








//


Meine sexuellen Gelüste wachsen zu etwas derartig großem, das sie mich gänzlich überschwemmen/ so als wollte man mir suggerieren mich fortzupflanzen.
Mir geht es dabei darum, einen Mann zu erfahren.
Diese Triebe kommen aus einer Tiefe die sich wie ein Nährboden anfühlen.
Sie sprießen und treiben.
Mein sehnen macht mich attraktiv/ die pure Intelligenz.

EIN FUNKEN VON NICHTS

Geliebter Saruman/ ///

seit dem ich das Schweigen der Wälder kenne
brauche ich dich
wie sehr zehrt deine Erinnerung an mir
dein Wohlwollen und deine Milde
es ist längst kein weinen mehr viel mehr ein wimmern
zu sagen was du verstehst
der Klang deiner Liebe hat tiefe Spuren in mir hinterlassen
meine Wege sind gezeichnet von dir
wo bist du
wenn nicht überall
/
mein Sehnen ist mein Gewicht
wenn man möchte mein Motor mein Antrieb
ich bin dir ganz zu Teil geworden
in dem ich diese Frau geworden bin
/deine
ich habe und werde es nicht vergessen/
nie
das ich es selbst bin
die jenige
das ich selbst kreiere / kreiere mich dich und uns
der Friede sei mit dir geliebter Saruman
eine Kanne Kräutertee kann wohl zu Linderung dienen
sie kühlt meinen Kummer mit ihren Fabeln
die Geschichten der Blüten sind in ihr verankert
der Weg des Baumes
von Same bis zum Ewigen
und dabei bist du mir so wichtig
siehst du mein Geweih
spürst du meinen Hauch
erkennst du es
meine Liebe sei mit dir
bis in alle Ewigkeit


DIE BLÜTEN EINER LÄNGST VERGESSENEN ZEIT

1
ich habe die heimlichsten Gefühle dir gegenüber
wir werden niemals tauen

2
wenn ich einen Schritt zurücktrete und sehe das es lebt
zerfließen die ängstlichen Ströme aus meinem Beckenboden in das ewige weite nichts
ich selbst bin aus Raum gemacht
das müsste der Grund für dein Unbehagen sein

3
ich hatte mir geschworen meiner Intuition zu folgen
die sagt mir das ich gehen soll
das ich die Freiheit wählen muss
was auch immer geschieht

4
ich hatte viele Momente der Einsamkeit in meinem Leben
in denen ich spürte das es nichts besseres geben könnte
nie habe ich einen größeren Frieden verspürt
es gibt wahrlich nichts schöneres als der Melodie meines Herzens zu lauschen

5
das Gefühl von nichts weiter sonst
eine besondere Ehre

6
aus den tiefsten wilden Zweigen
wo Wasser auf Nymphen strömt
die schönsten Pudel die du je gesehen hast
Haare wie Seide
Frauen aus Milch
Männer aus Knochen
küssen

mich


Einen Moment für das Licht

ein kurzer Moment schweifen die Gedanken
Bilder / Visionen die sich mir erübrigen
das letzte das noch bleibt
in dir sehe ich so vieles
am meisten mich selbst, so müsste es sein
wir
der Mensch ist ein wildes Tier das sich selbst nicht als solches zu sehen versteht
wenn du lachst und du schämst dich dabei
so wie ich ständig
obwohl meine Sonne rausbrechen will
sie platzt
mir der Kragen dabei
der Frieden ist jener
mein Frieden liegt im Sein
darin das ich die Welt sehe und nicht umgekehrt
das ich beobachte und nicht beobachtet werde
das die Welt nicht ständig mich sieht
ich hatte so etwas wie unbefleckt
gänzlich  unberührt
jetzt sehe ich dich nur noch mit den Augen einer Hyäne
dennoch bin ich eine Heilige geworden
im Hintergrund lachen die Engel
ihr Chor sind meine Lieder
unsere
ich hatte schon immer diesen Hauch davon
zu sagen was ich sage
es mag sein das dir das Gleichgültig erscheint
mir jedoch ist es alles
nun
im Endeffekt
ist alles nichts
und nichts
ist eben alles